Das ist NEDIS

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung sind wir einer der europäischen Marktführer für Unterhaltungselektronik und Zubehör. Als Marken-Großhändler führen wir 9 Eigenmarken und liefern mehr als 300 weitere Marken, einschließlich Exklusiv- und Lizenzmarken. Wir beschäftigen derzeit mehr als 350 Mitarbeiter in örtlichen Vertretungen in 17 Ländern und wir beliefern über 50.000 Einzelhändler und Internet-Händler in mehr als 50 Ländern. Wir bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, einen wettbewerbsfähigen Lieferservice und eine innovative Produktpalette. Unser Geschäft dreht sich um engagierte Partnerschaften innerhalb der gesamten Lieferkette und bietet lukrative Verdienstmöglichkeiten für alle beteiligten Partner. Mit Ambition und 30 Jahren Erfahrung sind wir der engagierteste und zuverlässigste Partner, der Einzelhändlern jene Verkaufsstärke bietet, die sie verdienen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von NEDIS Elfogro GmbH

Stand 22.4.2015

Artikel 1. Allgemeines

1. NEDIS Elfogro GmbH ist im Handel und im Vertrieb von Zubehör und Hardware der Unterhaltungselektronik, Zubehör der Weissware und Computerzubehör tätig.

Artikel 2. Definition

In diesen AGB haben die folgenden Begriffe die nachstehend aufgeführten Bedeutun-gen:

i. Verkäufer: meint NEDIS Elfogro GmbH, unabhängig davon, unter wel-chem Handelsnamen Nedis tätig ist.
ii. Lieferung: meint die Lieferung von Produkten an den Käufer.
iii. Käufer: meint eine natürliche oder juristische Person, die einen Kaufver-trag oder anderen Vertrag mit dem Verkäufer eingeht und/oder eine Person, die eine Einladung des Verkäufers gemäß Artikel 4 dieser AGB erhalten hat.
iv. GE: meint alle geistigen oder gewerblichen Eigentumsrechte, zum Bei-spiel Patente, Handelsmarken, Dienstleistungsmarken, Handelsnamen, Eintra-gungen von Handelsmarken, Designs, Firmennamen, Urheberrechte, Datenbank-rechte, Rechte an Geschmacksmustern, Erfindungen, vertrauliche Informationen, Fachwissen und andere geistige Eigentumsrechte und Ansprüche, die in Zusam-menhang mit den vom Käufer bereitgestellten Produkten oder sonstigen Materia-lien bestehen oder darin enthalten sind.
v. Produkte: meint Produkte, die im Rahmen eines Vertrags vom Verkäu-fer an den Käufer verkauft werden (oder für die eine Einladung zum Verkauf vor-liegt).
vi. Einladung: meint ein Angebot des Verkäufers an einen (potentiellen) Käufer in jeglicher Form, gegebenenfalls einschließlich eines Preisangebots für den Verkauf von Produkten an den Käufer, wobei das Angebot keine Verpflich-tung darstellt und jederzeit vom Verkäufer widerrufen oder zurückgenommen werden kann, solange es nicht vom Verkäufer bestätigt ist.
vii. Technische RMA: hat die Bedeutung gemäß Artikel 11, Abschnitt 1;
viii. Geschäftliche RMA: hat die Bedeutung gemäß Artikel 11, Abschnitt 1;

Artikel 3. Geltungsbereich

1. Diese AGB gelten für sämtliche Verträge (auch Vertriebsverträge), Bestellungen, Einla-dungen oder sonstigen rechtlichen Beziehungen im weitesten Sinne, in deren Rahmen der Verkäufer Produkte an den Käufer verkauft oder den Käufer zum Kauf einlädt. Diese AGB gelten unter Ausschluss aller allgemeinen Geschäftsbedingungen, die möglicher-weise vom Käufer verwendet werden.
2. Verkäufer und Käufer dürfen nur dann von diesen AGB abweichen, wenn dies ausdrück-lich und schriftlich in Bezug auf einen bestimmten Vertrag, eine Einladung oder eine sonstige rechtliche Beziehung vereinbart wird, und dann mit Verweis auf eine bestimmte Klausel dieser AGB, von der abgewichen werden soll.
3. Durch eine solche Abweichung ergibt sich keine Abweichung oder ein anderes Recht im Zusammenhang mit anderen Verträgen, Einladungen oder rechtlichen Beziehungen.
4. Sobald die Anwendbarkeit einer Version der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Verkäufers zwischen Käufer und Verkäufer vereinbart ist, ist die geltende (aktuellste) Version der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (also diese AGB oder nachfolgende Versionen dieser AGB) als zwischen Käufer und Verkäufer vereinbart zu erachten.
5. Alle bestehenden Verträge, Einladungen oder sonstigen rechtlichen Beziehungen zwi-schen Verkäufer und Käufer unterliegen weiterhin den AGB des Verkäufers, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses galten.
6. Die AGB gelten durch Auftragserteilung und/oder Annahme der Lieferung als anerkannt.

Artikel 4. Vertrag

1. Die Bestellung der Waren der Verkäuferin erfolgt über eine schriftliche Angebotsannah-me des Kunden. Angebote erhält der Kunde, über ein ihm übermitteltes schriftliches An-gebot, durch Einsicht in den jeweils aktuellen Katalog, durch im Internet veröffentlichte Angebote, oder durch einen Außendienstmitarbeiter der Verkäuferin.
2. Ein Vertrag kommt erst dann zustande, wenn der Käufer diese AGB akzeptiert und wenn der Verkäufer eine Bestellung schriftlich akzeptiert hat (diese ist dann als Angebot des Käufers zu erachten, unabhängig davon, ob dieser Bestellung eine Einladung zugrunde lag).
3. Bestellungen sollen in elektronischer Form über elektronischen Datenaustausch (EDI), den Webshop des Verkäufers oder als csv-Datei übermittelt werden. Falls Bestellverfah-ren gewählt werden, die eine manuelle Bearbeitung durch den Verkäufer notwendig ma-chen, darf der Verkäufer entsprechende Bearbeitungskosten berechnen. Für Bestellun-gen stehen dem Käufer eine individuelle Kundennummer und ein Anmeldecode zur Ver-fügung. Diese Anmeldedaten dürfen nicht an Parteien oder Personen außerhalb des Un-ternehmens des Käufers weitergegeben werden.
4. Der Verkäufer wird dem Käufer Produktinformationen auf seiner Website bereitstellen. Diese Produktinformationen dienen stets nur zu Informationszwecken und stellen keine Verpflichtung für den Verkäufer dar.
5. Der Verkäufer behält sich das Recht vor, Bestellungen nach eigenem Ermessen abzu-lehnen, oder zusätzliche Beträge in Rechnung zu stellen, deren Akzeptanz vom Käufer bestätigt werden muss. Die Annahme von Bestellungen kann vorbehaltlich von Bedin-gungen erfolgen, zum Beispiel einer Vorauszahlung des gesamten Preises oder eines Teils davon.
6. Falls es aus einem bestimmten Grund nicht möglich ist, die Bestellung eines bestimmten Produkts anzunehmen, wird der Verkäufer, sofern es mit zumutbarem Aufwand möglich ist, Rücksprache mit dem Käufer halten, um ein alternatives Produkt zu liefern. Verkäu-fer und Käufer müssen die alternative Bestellung dann gemäß dem in diesen AGB vor-gesehenen Verfahren vereinbaren.
7. Eine Bestellung durch den Käufer ist für den Käufer unabhängig von der Art der Über-mittlung an den Verkäufer bindend. Der Verkäufer wird nach besten Kräften versuchen, innerhalb von zwei (2) Werktagen zu bestätigen, ob er die Bestellung annehmen kann.
8. Änderungen und/oder eine (teilweise) Stornierung einer Bestellung durch den Käufer können – im Ermessen des Verkäufers – nur nach schriftlicher Genehmigung durch den Verkäufer erfolgen, und stets nur unter der Bedingung, dass die vom Verkäufer ausge-führten Aktivitäten vom Verkäufer vollständig bezahlt werden. In einem solchen Fall ist der Verkäufer immer berechtigt, alle (zusätzlichen) Kosten an den Käufer weiterzu-reichen und die Lieferfrist neu zu bestimmen.
9. Der Käufer muss dem Verkäufer unverzüglich alle Informationen bereitstellen, die der Verkäufer für notwendig erachtet oder die vernünftigerweise als für die Ausführung des Vertrags notwendig erachtet werden können. Falls die für die Ausführung des Vertrags notwendigen Informationen dem Verkäufer nicht rechtzeitig bereitgestellt werden, hat der Verkäufer das Recht, die Ausführung des Vertrags zu verschieben und/oder dem Käufer die zusätzlichen Kosten infolge der Verzögerung zu den üblichen Sätzen des Verkäufers in Rechnung zu stellen.
10. Alle zusätzlichen Zusagen und/oder Abmachungen durch den Verkäufer oder durch Drit-te, die als Vertreter des Verkäufers tätig sind, sind nur dann für den Verkäufer bindend, sofern diese Zusagen und/oder Abmachungen dem Käufer schriftlich von befugten Mit-arbeitern des Verkäufers bestätigt wurden.

Artikel 5. Preise

1. Alle vom Verkäufer in einer Einladung oder auf andere Weise kommunizierten Preise verstehen sich in € (EURO), sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
2. Der vom Käufer an den Verkäufer zu zahlende Kaufpreis gilt exklusive Mehrwertsteuer oder umsatzabhängiger Steuern oder Zollgebühren und exklusive aller sonstigen Kosten, zum Beispiel der in Artikel 6, Abschnitt 3 genannten Kosten, sofern keine abweichende schriftliche Vereinbarung getroffen wurde. Mehrwertsteuern oder sonstige umsatzab-hängige Steuern oder Zollgebühren müssen zusätzlich zum Kaufpreis vom Käufer be-zahlt werden.

Falls die Steuer- oder Zollbehörden aus jedwedem Grund feststellen,
(1) dass der Verkäufer als Importeur auftreten muss beziehungsweise in der Vergangen-heit im Rahmen dieses Vertrags anstelle des Käufers als Importeur hätte auftreten müs-sen, ODER
(2) dass der Verkäufer für die Transaktion die Mehrwertsteuer hätte berechnen müssen, und infolgedessen (rückwirkend) eine Mehrwertsteuer (einschließlich Einfuhrumsatz-steuer), andere Umsatzsteuern oder Zollgebühren festsetzen und vom Verkäufer ein-schließlich Verzugszinsen und Bußgeldern verlangen muss, muss der Käufer den Ver-käufer entschädigen und gegenüber jeglichen Schäden im Zusammenhang und infolge derartiger Einschätzungen schadlos halten (zum Beispiel bei Festsetzung zusätzlicher Mehrwertsteuerbeträge oder Zollgebühren).
3. Die vom Verkäufer angebotenen Preise sind nur bei Bestätigung einer Bestellung durch den Verkäufer gemäß Artikel 4, Abschnitt 2 bindend.
4. Falls der Käufer mehrere Käufe im Rahmen eines fortlaufenden Vertrags durchführt ist der Verkäufer jederzeit berechtigt, die geltenden Preise anzupassen.

Artikel 6. Lieferung

1. Die vom Verkäufer genannten Lieferdaten sind niemals als bindende Fristen zu erachten. Eine Abweichung von diesen Daten durch den Verkäufer gibt dem Käufer nicht das Recht, Schadenersatz zu verlangen oder den Vertrag zu stornieren oder zu beenden, so-fern dies nicht ausdrücklich im Vertrag vereinbart wurde.
2. Die genannten Lieferdaten verstehen sich immer vorbehaltlich des rechtzeitigen Erhalts von Genehmigungen oder Lizenzen und der vom Käufer vorzulegenden Dokumentation und vorbehaltlich der rechtzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen und anderer Pflichten des Käufers. Falls diese Bedingungen nicht erfüllt sind, können die genannten Daten vom Verkäufer entsprechend angepasst werden.
3. Sofern in der Bestätigung der Bestellung keine abweichende Regelung vorgesehen ist, werden alle zusätzlichen Kosten, zum Beispiel Versandversicherung, Verwaltungs- und Transportkosten und so weiter, jeweils im weitestmöglichen Sinne separat (also zusätz-lich zum für die Produkte/Dienste vereinbarten Preis) dem Käufer vom Verkäufer in Rechnung gestellt. Falls ein solcher zusätzlicher Dienst erforderlich ist und vom Verkäu-fer übernommen wird, ohne dass der Preis dafür ausdrücklich vereinbart wurde, ist der Verkäufer berechtigt, dem Käufer die tatsächlich angefallenen Kosten zuzüglich einer Gewinnmarge und/oder die üblicherweise vom Verkäufer berechneten Sätze in Rech-nung zu stellen.
4. Falls die Produkte auf Pfandpaletten geliefert werden, wird die Pfandgebühr dem Käufer in Rechnung gestellt.
5. Innerhalb der EU werden die Produkte DAP (Delivered At Place / Geliefert benannter Ort) geliefert, außerhalb der EU werden die Produkte FCA (Free Carrier / Frei Frachtfüh-rer) geliefert.
6. Falls der Käufer für die Lieferung der Produkte eine bestimmte Lieferart wünscht, ist der Verkäufer berechtigt, dem Käufer alle zusätzlichen Kosten in Rechnung zu stellen, die für eine solche Lieferung neben allen regulären Kosten entstehen.
7. Der Käufer ist jederzeit verpflichtet, die Lieferung der Produkte anzunehmen, es sei denn, Artikel 9.2 ist anzuwenden. Falls der Käufer die Lieferung nicht annimmt, haftet er für alle Schäden und/oder Kosten, die dem Verkäufer entstehen, und dem Verkäufer stehen darüber hinaus alle gesetzlich vorgesehenen Rechte zur Verfügung.

Artikel 7. Risikoübergang

Alle Risiken in Verbindung mit den Produkten gehen in dem Moment der Lieferung an den Käufer oder an die vom Käufer benannten Personen über.

Artikel 8. Geistige und gewerbliche Eigentumsrechte (GE)

1. Alle GE im Zusammenhang mit den vom Verkäufer angebotenen Produkten liegen aus-schließlich beim Verkäufer oder bei dessen Lizenzgebern. Der Käufer anerkennt, dass die möglichen GE beim Verkäufer liegen, und der Käufer wird niemals versuchen, diese Rechte außergerichtlich oder vor Gericht einzufordern, und diese Rechte gehen zu kei-nem Zeitpunkt an den Käufer über.
2. Falls eine Drittpartei eine Forderung in Verbindung mit einer möglichen Verletzung von GE des Verkäufers vorbringt, ist der Verkäufer berechtigt, sich selbst gegen diese Forde-rung zu verteidigen oder rechtliche Schritte gegen diese Drittpartei einzuleiten oder eine private Abmachung mit dieser Drittpartei zu treffen. Der Käufer muss in einem solchen Verfahren uneingeschränkt mit dem Verkäufer kooperieren.
3. Der Käufer ist nicht berechtigt, Änderungen oder Modifikationen vorzunehmen oder et-was von der Verpackung zu entfernen oder Markenzeichen, Handelsnamen oder sonsti-ge kennzeichnende Merkmale an den vom Verkäufer oder von dessen Lizenzgebern ge-lieferten Produkten oder Verpackungen zu entfernen, es sei denn, dies geschieht zu Verkaufszwecken.
4. Der Verkäufer haftet nicht für Mängel oder Schäden/Verluste infolge von Ungenauigkei-ten oder Fehlern in Spezifikationen, Designs, Zeichnungen, Modellen, Beschreibungen, Bildern oder sonstigen GE.

Artikel 9. Konformität

1. Alle Beanstandungen des Käufers müssen dem Verkäufer innerhalb von fünf (5) Werk-tagen nach der Lieferung übermittelt werden. Beanstandungen müssen schriftlich erfol-gen und eine verständliche und ausführliche Beschreibung der Beanstandung beinhalten. Der Käufer muss die Lieferung unmittelbar nach der Annahme sorgfältig und umfassend prüfen. Falls der Verkäufer falsche Produkte oder mehr Produkte als bestellt geliefert hat, muss der Käufer diese Produkte entweder an den Verkäufer zurücksenden oder den Verkäufer kontaktieren, damit dieser eine zusätzliche Bestellung für die überzählig über-sendeten Produkte erstellt.
2. Falls die Verpackung beim Eintreffen der Lieferung sichtbar beschädigt ist und/oder ge-öffnet wurde, kann der Käufer die Annahme der Lieferung verweigern, oder er kann die Lieferung annehmen und den Lieferschein mit dem Zusatz „Subject to Verification“ (Vor-behaltlich einer Überprüfung) unterzeichnen. Der Käufer muss dies dem Verkäufer un-verzüglich schriftlich bestätigen.
3. Mängel, die zum Zeitpunkt der Lieferung nicht sichtbar waren und auch nach sorgfältiger und rechtzeitiger Prüfung bei der Lieferung nicht erkennbar waren, muss der Käufer dem Verkäufer gemäß dem in Artikel 11 beschriebenen Verfahren mit einer technischen RMA gemeldet werden.
4. Alle möglichen Ansprüche des Käufers gegenüber dem Verkäufer im Zusammenhang mit vom Verkäufer gelieferten Produkten sind nichtig, falls:
a. der Verkäufer nicht innerhalb des vorstehend in Abschnitt 2 und 3 genannten Zeit-rahmens informiert wurde und/oder nicht in der in diesen Abschnitten beschriebenen Weise;
b. der Käufer nicht (ausreichend) mit dem Verkäufer kooperiert, um die Angemessen-heit der Beanstandungen zu überprüfen;
c. der Käufer die Produkte nicht ordnungsgemäß montiert, behandelt, eingesetzt, gela-gert oder gewartet hat, oder die Produkte unter Bedingungen und für Zwecke einge-setzt hat, die nicht vom Verkäufer vorgesehen waren;
d. der Käufer die betroffenen Produkte weiterhin eingesetzt hat.

Artikel 10. Garantie

Der Verkäufer gibt dem Käufer keinerlei Garantien mit Ausnahme der in diesen AGB be-schriebenen Garantien, auch nicht in Bezug auf (abgeleitete oder stillschweigende) Verwen-dungsmöglichkeiten oder Eigenschaften der Produkte.
Der Verkäufer garantiert die Konformität der unter den eigenen Markennamen des Verkäu-fers an den Käufer verkauften Produkte für einen Garantiezeitraum von vierundzwanzig (24) Monaten. Dieser 24 Monate lange Garantiezeitraum beginnt am Tag des Verkaufs des Pro-dukts durch den Käufer, falls das Produkt innerhalb von drei (3) Monaten nach dem Kauf des Produkts vom Verkäufer durch den Käufer verkauft wird. Die Garantie des Verkäufers endet in jedem Fall nach Ablauf von vierundzwanzwanzig (24) Monaten nachdem das Pro-dukt vom Verkäufer an den Käufer verkauft wurde. Die Art der Nutzung (gewerblich oder gleichartig, oder nicht gewerblich) muss bei Anzweiflung durch den Verkäufer vom Käufer belegt werden. Der Käufer muss in jedem Fall die Rechnung oder Vereinbarung vorlegen (oder eine Kopie). Für den Verkäufer besteht keine Verpflichtung gegenüber dem Käufer in Bezug auf die betroffenen Produkte nach Ablauf der in diesem Abschnitt genannten Zeit-räume.
Für Produkte anderer Marken (nicht Nedis) gelten die Garantiezeiträume der jeweiligen Her-steller, die im Webshop und auf Anfrage eingesehen werden können. Ansonsten gilt Ab-schnitt 2 dieses Artikels mutatis mutandis für derartige Produkte. Die in diesem Abschnitt enthaltene Bestimmung gilt ungeachtet der Rechte, die der Käufer gegenüber den Herstel-lern derartiger Produkte haben kann.
Garantieansprüche müssen innerhalb von dreißig (30) Tagen nach Entdeckung des Man-gels/Fehlers oder nachdem der Mangel/Fehler vernünftigerweise hätte entdeckt werden müssen schriftlich an den Verkäufer übermittelt werden. Dies muss unter Befolgung des in Artikel 11 beschriebenen Verfahrens für autorisierte Rücksendungen (RMA) geschehen.
Falls der Verkäufer feststellt, dass der Anspruch gerechtfertigt und von der Garantie abge-deckt ist wird er nach eigenem Ermessen eine der folgenden Maßnahmen durchführen: a. Reparatur des mangelbehafteten Produkts; b. Lieferung eines Ersatzprodukts oder von Er-satzteilen; c. Erstattung des Kaufpreises an den Käufer mit gleichzeitiger Beendigung (ohne rechtliche Schritte) des unterzeichneten Vertrags. Verkäufer und Käufer können vereinba-ren, dass das mangelbehaftete Produkt durch ein gleichwertiges Produkt ersetzt wird.
Falls der Käufer oder eine Drittpartei am Produkt Reparaturen und/oder Änderungen durch-geführt hat, ohne dass zuvor die ausdrückliche schriftliche Erlaubnis dazu vorlag, bestehen für den Verkäufer keinerlei Verpflichtungen.
Falls das Produkt nach umfassenden Tests und Untersuchungen durch den Verkäufer keine Mängel aufweist, kann dieser eine Mindestgebühr von 20,00 € für die Untersuchungskosten berechnen. Das Produkt wird dann zurückgesendet und die Versandkosten werden in Rech-nung gestellt.
Falls ersichtlich wird, dass der Mangel infolge von Korrosion, unsachgemäßer oder falscher Verwendung oder Nichtbeachtung der Benutzungsanweisung oder der Beschädigung von zerbrechlichen Teilen oder normalem Verschleiß aufgetreten ist, gilt die Garantie nicht.
Musterstücke für Entwicklungs- und Testzwecke, Prototypen und Vorproduktionsversionen von Produkten sind von der in diesem Artikel 10 beschriebenen Garantie ausgenommen.

Artikel 11. Bedingungen für die Produktrückgabe

1. Falls der Käufer die gelieferten Produkte aufgrund eines technischen Defekts (eine „technische RMA“) zurücksenden möchte, oder aber weil der Käufer nicht die passen-den Produkte oder die benötigte Menge bestellt hat („geschäftliche RMA“), darf er dies erst dann tun, wenn er vom Verkäufer eine RMA-Nummer (RMA = Rücksendematerial-Autorisierung) erhalten und dargelegt hat, warum das Produkt zurückgesendet werden soll und gegebenenfalls welche Mängel entdeckt wurden und/oder wenn die Liefermän-gel in der vom Verkäufer vorgegebenen Weise aufgeführt wurden.
2. Falls der Käufer die gelieferten Produkte in Verbindung mit einer geschäftlichen RMA zurücksenden möchte, muss er den Verkäufer darüber informieren, indem er den Vor-gang gemäß dem in diesem Artikel beschriebenen RMA-Verfahren im RMA-Teil des Webshops des Verkäufers innerhalb von fünf (5) Geschäftstagen nach Erhalt der Pro-dukte registriert. Spezialanfertigungen oder Produkte, die spezifisch auf Wunsch des Käufers bestellt wurden, können nicht aus diesem Grund zurückgegeben werden.
3. Der Käufer muss das erforderliche RMA-Antragsformular vor der Rücksendung des Produkts ausfüllen. Das RMA-Formular kann im Webshop des Verkäufers ausgefüllt werden.
4. Nach Erhalt der RMA-Anforderung beurteilt der Verkäufer die Anforderung. Falls die Rücksendung des Produkts begründet ist (aufgrund einer technischen oder geschäftli-chen RMA), bestätigt der Verkäufer die RMA-Anforderung, und der Käufer erhält dann eine RMA-Nummer und gegebenenfalls Versandanweisungen für eine tatsächliche Rücksendung des Produkts, oder er erhält die Information, dass der Verkäufer die RMA akzeptiert, ohne dass der Käufer das Produkt zurücksenden muss. Das Produkt muss grundsätzlich immer zurückgesendet werden, es sei denn, der Verkäufer teilt ausdrück-lich mit, dass es nicht notwendig ist, das Produkt zurückzusenden. In diesem Fall muss der Käufer das Produkt entsorgen. Sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wird, muss das gesamte Produkt einschließlich aller Teile zurückgesendet werden.
5. Die RMA-Nummer ist dreißig (30) Tage nach Bekanntgabe durch den Verkäufer gültig. Falls die Produkte nicht innerhalb dieses Zeitraums von dreißig (30) Tagen zurückgesen-det werden, verfällt die RMA-Nummer, und der Käufer muss eine neue RMA-Nummer beantragen (vorbehaltlich einer erneuten Beurteilung durch den Verkäufer).
6. Der Verkäufer akzeptiert ausschließlich Rücksendungen mit gültiger RMA-Nummer, und bei geschäftlichen RMA müssen die Produkte zudem in der unbeschädigten Originalver-packung ohne Beschriftungen, Aufkleber, Preisschilder oder Ähnliches des Käufers zu-rückgesendet werden. Die RMA-Nummer muss außen an der Verpackung eindeutig er-kennbar sein. Wenn während des Transports Schäden infolge unsachgemäßer Verpa-ckung auftreten, kann dies ein Grund für den Verkäufer sein, die Rücksendung abzu-lehnen.
7. Bei einer technischen RMA wird der Verkäufer innerhalb von zehn (10) Werktagen nach Erhalt des Produkts prüfen, ob es die vom Käufer in der RMA-Anforderung angegeben Mängel aufweist und ob diese von einer Garantie abgedeckt sind. Bei einer geschäftli-chen RMA übersendet der Verkäufer dem Käufer nach Erhalt und Prüfung der zurück-gesendeten Produkte eine Gutschrift über 80 % des berechneten Nettoverkaufspreis ab-züglich der jeweiligen Versandkosten.
8. Geschäftliche RMA können für folgende Produktkategorien nicht ausgestellt werden:

a. Daten, Audio- und Videodatenträger;
b. Bücher mit geöffneter Verpackung;
c. (Produkte mit) Software mit geöffneter Verpackung;
d. CDs, MDs, DVDs und Blu-Rays.
e. Kartuschen und Toner;
f. Klebstoff mit geöffneter Verpackung;
g. Bereits verwendete Sprühdosen, Sprays, Gasanzünder, Reinigungsflüssigkeiten;
h. Computerbauteile mit geöffneter Verpackung;
i. Bereits eingebaute Komponenten wie CD-Laufwerke, Grafikkarten, Festplatten;
j. Satellitenempfänger mit Smartcard, falls die Smartcard bereits aktiviert wurde;
k. Gesundheitsprodukte mit geöffneter Verpackung;
l. Lampen, aktive und passive Komponenten und ähnliche Produkte;
m. Gebäudekomponenten und Teile zum Anbau, die bereits angebaut wurden;
n. Sonderbestellungen, zum Beispiel von Produkten, die nicht auf Lager vorrätig sind,
Ersatzteilen und Systemen zur Integration in ein Armaturenbrett;
o. Batterien (USV).

9. Der Verkäufer akzeptiert keine Produktrücksendungen ohne die in diesem Artikel be-schriebene technische oder geschäftliche RMA, sofern keine abweichende schriftliche Vereinbarung zwischen den Parteien getroffen wurde.

Artikel 12. Haftung

Der Verkäufer übernimmt in keinem Fall eine Haftung gegenüber dem Käufer, es sei denn, es liegt vorsätzliches Missverhalten oder grobe Fahrlässigkeit seitens des Verkäufers vor. Generell übernimmt der Verkäufer in keinem Fall eine Haftung gegenüber dem Käufer für den Verlust von Daten, Gewinnen oder Umsätzen, Verträgen oder für sonstige Folgeschä-den oder indirekte oder andere Schäden, unabhängig von der Ursache dieser Schäden und unabhängig davon, ob diese durch einen Gesetzesverstoß (einschließlich Fahrlässigkeit), eine Vertragsverletzung oder etwas anderes verursacht wurden.
Die Gesamthaftung des Verkäufers gegenüber dem Käufer übersteigt grundsätzlich niemals den vom Käufer an den Verkäufer gezahlten Betrag für das Produkt oder die Produkte, das beziehungsweise die den Schaden vorgeblich verursacht hat beziehungsweise verursacht haben.
Der Käufer muss den Verkäufer gegenüber jeglichen Schäden (einschließlich Forderungen von Dritten) und/oder Kosten jeglicher Art schadlos halten, die direkt oder indirekt durch oder im Zusammenhang mit nicht zutreffenden Informationen oder Darstellungen, unzulässigen Handlungen und/oder Fehler seitens des Käufers verursacht wurden.
Falls der Verkäufer dem Käufer Rat oder Unterstützung in Bezug auf Produkte zukommen lässt, entsteht durch diese Beratungs- oder Unterstützungsleistung niemals eine Haftung für den Verkäufer und der Käufer muss den Verkäufer in diesem Zusammenhang schadlos hal-ten.
Der Verkäufer haftet nicht für Schäden infolge von Bestellungen, die falsch verstanden wer-den, deformiert oder verzögert eintreffen oder die nicht ordnungsgemäß übermittelt werden, wenn zur Übermittlung das Internet oder andere Formen der Kommunikation zwischen Käu-fer und Verkäufer oder zwischen dem Verkäufer und Dritten genutzt wurden.
Im Konfliktfall hat dieser Artikel Vorrang vor allen anderen Artikeln in diesen AGB.

Artikel 13. Eigentumsvorbehalt und Sicherheit

1. Die vom Verkäufer gelieferten Produkte bleiben Eigentum des Verkäufers (Eigentums-vorbehalt), bis der Käufer alle fälligen Beträge für die im Rahmen des Vertrags geliefer-ten Produkte an den Verkäufer gezahlt hat. Falls es der Verkäufer für notwendig erach-tet, ist er berechtigt, eine Sicherheit für seine Verpflichtungen einzufordern.
2. Unbeschadet der Bestimmungen in Abschnitt 1 dieses Artikels darf der Käufer die Pro-dukte an Dritte verkaufen, jedoch ausschließlich im Rahmen der normalen Geschäftsab-läufe. Der Käufer muss die dabei erhaltenen Beträge unverzüglich an den Verkäufer wei-terleiten, oder es muss, falls die Produkte gegen Barzahlung verkauft wurden, die auf diese Weise erworbenen Ansprüche unverzüglich weiterleiten.
3. Falls der Käufer diesen Verpflichtungen gegenüber dem Verkäufer nicht nachkommt, oder falls begründete Bedenken vorliegen, ob der Käufer seinen Verpflichtungen nach-kommen wird, ist der Verkäufer berechtigt, die gelieferten Produkte, die sein Eigentum sind, vom Käufer oder von dem Dritten, der die Produkte im Namen des Käufers aufbe-wahrt, abzuholen oder abzuholen lassen. Der Käufer muss in diesem Zusammenhang mit dem Verkäufer uneingeschränkt kooperieren, andernfalls ist für jeden Tag der aus-bleibenden Kooperation mit dem Verkäufer unverzüglich eine Vertragsstrafe in Höhe von 10 % des fälligen Betrags an den Verkäufer zu zahlen.
Nachdem die Produkte zurückgenommen wurden, wird dem Käufer der Marktwert gut-geschrieben, der in keinem Fall über dem ursprünglichen Kaufpreis liegt, abzüglich der Kosten für die Rückholung der Produkte und des Schadens, der dem Verkäufer durch die Rücknahme der Produkte entstanden ist (zur Vermeidung von Missverständnissen: einschließlich entgangener Gewinne). Die vorstehenden Bestimmungen schränken kei-nes der gesetzlichen Rechte des Verkäufers ein.
4. Der Käufer darf kein besitzloses Pfandrecht oder ein anderes Pfandrecht oder Ansprü-che an den Produkten zugunsten eines Dritten vergeben.
5. Der Käufer muss die vom Verkäufer an ihn gelieferten Produkte, die sich noch unter der Kontrolle des Käufers befinden, als Eigentum des Verkäufers kennzeichnen, bis das Ei-gentum an den Käufer übergegangen ist. Gemäß Abschnitt 1 dieses Artikels muss der Käufer die Produkte gegen Brand, Explosion, Wasserschäden und Diebstahl versichern und dem Verkäufer auf Anfrage einen Nachweis der Versicherung vorlegen. Alle An-sprüche des Käufers gegenüber den Versicherern der Produkte im Rahmen der besag-ten Versicherung müssen auf Wunsch des Verkäufers dem Verkäufer zugesprochen werden, um die Ansprüche des Verkäufers gegenüber dem Käufer zusätzlich abzusi-chern, stets unbeschadet der Verpflichtung des Käufers, für die Produkte zu zahlen.

Artikel 14. Bezahlung

1. Der Käufer muss in € (EURO) zahlen, sofern keine abweichende schriftliche Vereinba-rung getroffen wurde, und zwar ohne jeglichen Abzug oder Skonto durch Überweisung auf ein vom Verkäufer genanntes Bankkonto. Die Zahlungsfrist beträgt dreißig (30) Tage ab dem Rechnungsdatum, sofern keine abweichende schriftliche Vereinbarung getroffen wurde.
2. Der letzte Tag der Zahlungsfrist ist ein rechtlich bindender Termin.
3. Der Verkäufer kann jederzeit eine Vorauszahlung eines Teilbetrags oder des gesamten Betrags verlangen und/oder sich eine Zahlungssicherheit geben lassen.
4. Falls die Zahlung per Banküberweisung erfolgt, gilt der Tag, an dem der Betrag auf dem Bankkonto des Verkäufers eingeht, als Zahlungsdatum.
5. Falls der Käufer es versäumt den (gesamten) fälligen Betrag rechtzeitig zu bezahlen, liegt ohne weitere Mitteilung eine Vertragsverletzung vor, und die Forderungen des Ver-käufers gegenüber dem Käufer werden unverzüglich fällig. In einer solchen Situation hat der Verkäufer das Recht, die Erfüllung der Verpflichtungen aus den Verträgen mit dem Käufer auszusetzen, unbeschadet aller Rechte, die sich aus den allgemeinen Gesetzen ergeben.
6. Falls der Käufer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommt, ist der Verkäufer unverzüglich und ohne Notwendigkeit einer schriftlichen Mitteilung berechtigt, Zinsen in Höhe von eineinhalb Prozent (1,5 %) je Monat für den ausstehenden Saldo zu berechnen, die ohne weitere Mitteilung unverzüglich fällig werden.
7. Beanstandungen, Mängel, Fehler und Ähnliches haben keine aufschiebende Wirkung auf die Zahlungsverpflichtung des Käufers. Der Käufer ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch den Verkäufer nicht berechtigt, Beträge jeglicher Art abzuziehen.
8. Alle Kosten im Zusammenhang mit der Beitreibung in Rechnung gestellter Beträge (ein-schließlich außergerichtlicher und gerichtlicher Beitreibungskosten) sind vom Käufer zu tragen. Die außergerichtlichen Beitreibungskosten belaufen sich auf mindestens fünf-zehn Prozent (15 %) des ausstehenden Rechnungsbetrags und auf mindestens 150,00 €, jeweils ohne Mehrwertsteuer. Die gerichtlichen Kosten beschränken sich ausdrücklich nicht auf die Gerichtsgebühren, sondern beinhalten die Anwaltskosten des Verkäufers und werden dem Käufer vollständig in Rechnung gestellt, falls der Käufer die (überwie-gend) unterlegene Partei ist.
9. Zahlungen werden zunächst von den in Abschnitt 8 genannten Kosten abgezogen, dann von den fälligen Zinsen und am Ende vom ausstehenden Rechnungsbetrag und den aufgelaufenen Zinsen.
10. Falls sich die finanzielle Lage nach Vertragsabschluss aber vor Lieferung der Produkte deutlich verschlechtert, ist der Verkäufer berechtigt, die weitere Ausführung des Vertrags ganz oder teilweise zu unterlassen oder eine Änderung der Zahlungsbedingungen zu ver-langen.
11. Der Verkäufer ist berechtigt, alle Forderungen aus allen Transaktionen mit dem Käufer nach eigenem Ermessen an einen Kreditversicherer oder eine Factoring-Gesellschaft abzutreten.
12. Einwände gegen eine Rechnung müssen vor dem Zahlungsdatum der jeweiligen Rech-nung vorgebracht werden; anschließend gilt eine Rechnung als korrekt und endgültig.

Artikel 15. Höhere Gewalt

1. Der Verkäufer ist nicht zur Erfüllung von Pflichten gegenüber dem Käufer verpflichtet, wenn dies aufgrund von Umständen, die diese Erfüllung dauerhaft oder vorübergehend unmöglich machen (Force Majeure), außerhalb der Kontrolle des Verkäufers liegt. Der Verkäufer haftet nicht für Schäden oder Verluste infolge eines solchen Falles von höhe-rer Gewalt. Als höhere Gewalt zu erachten sind unter anderem Transportverbote, Ein-fuhrverbote, Streiks, der Ausfall von Transportmitteln, zivile Unruhen, Kriege, Schäden durch Brände und/oder Wasser, Maschinenausfälle, Unterbrechungen der Stromversor-gung, mangelhafte oder unvollständige Einhaltung von Vorschriften durch Dritte und Maßnahmen durch staatliche Stellen, zu denen in jedem Fall Ein- und Ausfuhrbeschrän-kungen und Vermarktungsverbote zählen sowie Nichteinhaltung von Vorschriften durch Lieferanten des Verkäufers.
2. Falls der Verkäufer der Ansicht ist, dass der Fall von höherer Gewalt nur vorübergehend vorliegt, ist er berechtigt, die Ausführung des Vertrags aufzuschieben, bis der Umstand, der den Fall höherer Gewalt ausgelöst hat, nicht mehr besteht, sofern dies innerhalb von zwei Monaten geschieht.
3. Falls der Verkäufer der Ansicht ist, dass der Fall von höherer Gewalt dauerhaft vorliegt, sind beide Parteien berechtigt, die Ausführung des Vertrags an die Umstände anzupas-sen oder den Vertrag ohne rechtliche Schritte ganz oder teilweise zu kündigen, ohne dass der anderen Partei Schadenersatz zusteht.
4. Falls der Verkäufer einen Teil der vereinbarten Verpflichtungen bereits erfüllt hat, wenn der Fall von höherer Gewalt eintritt, ist er berechtigt, den bereits ausgeführten Teil der Arbeiten separat und vorzeitig in Rechnung zu stellen, und der Käufer muss diese Rech-nung bezahlen, als ob es sich um eine eigene Transaktion handeln würde.

Artikel 16. Kündigung, Aufschub und Stornierung

1. Zusätzlich zu allen laut Gesetz zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, darf der Verkäu-fer die Erfüllung seiner Pflichten in folgenden Fällen aufschieben:
a. Der Käufer kommt seinen (Zahlungs-)Pflichten nicht fristgerecht und vollständig nach.
b. Der Käufer wurde aufgefordert, eine Sicherheit für die Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten zu erbringen und ist dieser Aufforderung nicht (hinreichend) nachgekom-men.
c. Der Käufer wurde für insolvent erklärt oder hat einen Insolvenzantrag gestellt oder ein gerichtlich beaufsichtigtes Verfahren zur Wiederherstellung der Zahlungsfähig-keit beantragt;
d. Dem Verkäufer sind (andere) Umstände bekannt geworden, die begründete Zweifel zulassen, ob der Käufer seinen Verpflichtungen nachkommen wird.
2. Falls der Käufer nicht seinen Pflichten aus diesen AGB und/oder dem Vertrag, den sie zugeordnet sind, nachkommt, ist der Verkäufer zusätzlich zu allen laut Gesetz zur Verfü-gung stehenden Möglichkeiten berechtigt, den Vertrag ganz oder in Teilen fristlos zu kündigen, ohne dass dadurch eine Pflicht zur Zahlung von Schadenersatz oder zur Rückerstattung entsteht, während der Käufer verpflichtet ist, Schadenersatz für die Nichterfüllung seiner Pflichten zu zahlen.
3. Der Verkäufer ist berechtigt, den Vertrag zu kündigen oder abzuändern, wenn Umstände eintreten, die eine Erfüllung der Pflichten im Rahmen dieser AGB und/oder des Vertrags, dem sie zugeordnet sind, unmöglich machen, oder wenn andere Umstände eintreten, die dazu führen, dass es nicht in vernünftiger Weise vom Verkäufer erwartet werden kann, diese AGB und/oder den Vertrag, dem sie zugeordnet sind, unter den ursprünglich ver-einbarten Bedingungen zu erfüllen.
4. Im Fall einer Liquidierung, (der Beantragung) einer gerichtlich beaufsichtigten Maßnah-me zur Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit oder einer Insolvenz, einer Pfändung der Vermögenswerte des Käufers – sofern diese nicht innerhalb von drei Monaten wieder aufgehoben wird –, einer Entschuldung oder anderer Umstände, die verhindern, dass der Käufer frei über seine Vermögenswerte verfügen kann, steht es dem Verkäufer außer-dem frei, die Bestellung zu stornieren oder den Vertrag unverzüglich und mit sofortiger Wirkung zu kündigen, ohne dass dadurch eine Verpflichtung zur Zahlung von Schaden-ersatz entsteht.
5. Unabhängig davon, ob der Vertrag für einen festgelegten Zeitraum oder mit unbegrenz-ter Laufzeit unterzeichnet wurde, ist der Verkäufer jederzeit berechtigt, einen solchen Vertrag aus jedwedem Grund zu kündigen, wenn dabei eine angemessene Kündigungs-frist eingehalten wird. Der Verkäufer ist in keinem Fall zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet.
6. Der Käufer darf den Vertrag nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Verkäu-fers kündigen, die allerdings nicht unbegründet verweigert werden darf. Der Verkäufer darf die Zustimmung zur Kündigung des Vertrags an Bedingungen knüpfen. Die bereits beim Verkäufer eingegangenen Bestellungen werden in jedem Fall vom Verkäufer aus-geführt, es sei denn, er stimmt einer Stornierung der Bestellung zu.

Artikel 17. Aufrechnung/Gegenverrechnung

1. Der Verkäufer ist berechtigt, jegliche Forderungen des Käufers gegenüber dem Verkäu-fer mit Forderungen des Verkäufers und/oder eines seiner angeschlossenen Unterneh-men gegenüber dem Käufer zu verrechnen.
2. Der Käufer ist nicht berechtigt, eine Forderung des Verkäufers gegenüber dem Käufer mit Forderungen des Käufers gegenüber dem Verkäufer zu verrechnen.

Artikel 18. Geltendes Recht und Streitsachen

1. Diese AGB und die vom Verkäufer abgeschlossenen Verträge, denen sie zugeordnet sind, unterliegen ausschließlich den Gesetzen von Österreich. Das Übereinkommen über Verträge über den internationalen Warenkauf (UN-Kaufrecht – UNK) findet keine An-wendung.
2. Alle Streitsachen sollen nach Möglichkeit außergerichtlich und in gutem Glauben zwi-schen dem Käufer und dem Verkäufer geklärt werden. Falls eine außergerichtliche Eini-gung nicht möglich ist, sind Streitsachen dem Landesgericht Wiener Neustadt vorzule-gen, das alleinige Zuständigkeit hat. Der Verkäufer ist jedoch berechtigt, alle Streitsachen der Institution für Schiedsgerichtsbarkeit oder einem anderen Gericht, das laut Gesetz zuständig ist, vorzulegen.

Artikel 19. Konsumentenschutzgesetz

Soweit der Vertragspartner ein Konsument im Sinne des KschG ist, gelten die AGB, soweit sie nicht mit zwingenden Bestimmungen des KschG im Widerspruche stehen.

Artikel 20. Salvatorische Klausel

1. Falls eine Bestimmung dieser AGB oder des Vertrags, dem sie zugeordnet sind, für un-gültig erachtet wird, hat dies keine Auswirkungen auf die Gültigkeit der anderen Teile dieser AGB und des Vertrags, dem sie zugeordnet sind. In einem solchen Fall ersetzen die Parteien die ungültige Bestimmung durch eine gültige und gesetzeskonforme Be-stimmung, die so weit wie möglich dem Zweck und der Intention dieser AGB und des Vertrages, dem sie zugeordnet sind, entspricht.